Teaser: Podium trotz Kollision und Sturz am Lausitzring

Podium trotz Kollision und Sturz am Lausitzring

Der 4. Lauf des Deutschen Langstrecken Cup auf dem Lausitzring begann mit dem Qualifying von 9 bis 9.45 Uhr. Startplatz 17 war okay, aber kein Grund zur Sorge, denn Markus startet einfach so gut.

Um 11 Uhr dann der Start: Markus kommt wieder gut weg und fährt als Achter in Runde eins über die Zeitschleife. Also alles gut... oder etwa nicht? In Runde drei kommt er in die Box gefahren und zuckt mit den Schultern. Dabei sehen wir auch gleich, was passiert ist: Der Auspuff fehlt, das Heck ist halb abgerissen und der Transponder fehlt auch. "Abgeschossen worden", aber zum Glück nach dem Ritt durchs Kiesbett nicht gestürzt. Lenny rennt sofort zur Technik und holt einen Ersatz-Transponder.

Derweil geht Lobby raus, da ja die Runden auch ohne Transponder gezählt werden sollten - werden Sie aber leider nicht. Nachdem Lobby sich den zweiten Transponder an der Box abgeholt hat, geht er wieder auf die Strecke und spult saubere 45 Minuten ab. Bei über 30 Grad Außentemperatur ist das nicht ohne. Nachdem das Signal zum Wechsel kommt macht sich Markus fertig – das Bike ist wieder einsatzbereit. Ein neuer Topf ist dran und die Verkleidung mit Tape geklebt. Er will direkt wieder raus um Zeiten zu machen. Mal sehen was noch so zu machen ist. Also los geht’s.........

Erneut kommt Markus nach drei Runden wieder in die Box – Doch noch was am Bike kaputt? Nein, Sturz in der letzten Schikane vor Start/Ziel. Das war es dann für Markus in diesem Rennen. Noch nicht mal eine Stunde vorbei. Aber zum Glück ist ihm nichts passiert. Lenny macht sich schnell fertig und geht auf die Strecke. 45 min ist er draußen, dann ist der Tank leer. Es folgt Tankstopp und Fahrerwechsel auf Lobby.

Das Wetter beginnt sich zu verschlechtern, es wird besprochen das Motorrad auf Regen umzubauen. Doch der Regen ist schneller als gedacht und bevor die Suzuki von Lenny fertig ist, plattert es schon ganz ordentlich. Lobby zieht auf den Slicks durch und wartet auf das Zeichen zum Boxenstopp. Nach ein paar Minuten kann er reinkommen, Lenny geht mit Regenreifen raus und muss sich nach drei Runden hinter dem Safety Car einreihen. Es regnet mittlerweile so stark, dass sehr viel Wasser auf der Strecke steht und man eigentlich nicht mehr fahren kann. Nach wenigen Runden lässt der Regen ein wenig nach und das Safety Car fährt wieder an die Box. Dennoch bleiben alle Teilnehmer zwei Runden zusammen und keiner überholt wirklich. Zu viel Wasser ist noch auf dem Lausitzer Asphalt und bildet große Bäche und Pfützen. Mit dem Abtrocknen der Strecke geht das Überholen wieder los. Das gelingt soweit auch ganz gut. Jetzt heißt es so lange wie möglich fahren und hoffen, dass es weiter abtrocknet und Lobby nicht mehr mit Regenreifen auf einen kurzen Stint raus muss. Das Ziel ist, einen Wechsel und damit Zeit zu sparen.

2015 07 24 dlc lausitzring 2Die ersten gehen mit Slicks raus – müssen aber extrem langsam fahren, da es noch zu nass ist. Nach 1 Stunde und 15 min ist der Tank leer und Lenny auch platt. Nur 15 Minuten Pause bei rund zwei Stunden Fahrzeit für ihn, entsprechend erschöpft fällt Lenny auch vom Bike. Lobby geht auf Slicks raus mit dem Plan sich das ganze eine Runde anzuschauen. Obwohl noch einige nassen Stellen vorhanden sind, macht das Lobby nichts aus, er zieht durch und kommt nach rund 45 Minuten mit leerem Tank wieder rein. Die Wolken sind weg und es ist wieder sehr warm geworden. Erneut geht Lenny raus und spult 40 Minuten ab um dann völlig platt an Lobby zu übergeben, der die letzten 40 Minuten das Ding nach Hause fährt.

Platz 3 in der Klasse – mehr war heute wahrlich nicht drin. Der Abschuss und der Sturz ließen keine bessere Platzierung zu. Auch die Konkurrenz stürzte, aber das direkt an der Boxeneinfahrt und konnte somit den Transponder schnell weitergeben ohne Zeit zu verlieren. Das Team ADAC Nordbaden hat uns mit dem ersten Platz in der Klasse auch die Führung in der Meisterschaft entrissen.

Nun heißt es in Oschersleben auf vollen Angriff fahren und hoffen, dass wir das noch umbiegen können. Unser besonderer Dank geht an Holger, der diesmal leider ganz allein in der Box und Boxengasse war und uns hervorragend geholfen hat. Und natürlich danken wir auch unseren Sponsoren. Wir sehen uns am 06.09.2015 in Oschersleben zum letzten Lauf für 2015.

Nutella Grüße,
Lenny, Lobby und Markus