Teaser: Sekundenkrimi im Pfälzer Wald

Sekundenkrimi im Pfälzer Wald

Am 28. Februar war es wieder soweit. Das Rallyeteam Andreas Baier und Matthias Weber startete bei der Rallye Südliche Weinstraße in die Saison 2015. 86 weitere Teams fanden sich in der Südpfalz ein, um die 35 Wertungsprüfungskilometer unter die Räder zu nehmen.

Das Wetter war über den gesamten Tag trocken, allerdings waren einige Streckenabschnitte durch den Regen am Vortag und Schmelzwasser noch feucht. So entschloss sich die BMW-Besatzung mit Intermediate-Reifen an den Start zu gehen. Den Auftakt bildete der Rundkurs „Arena Großfischlingen" – eine relativ einfache Strecke bestehend aus 90 Grad Abzweigen und zwei Haarnadelkurven, gesäumt von einer Zuschauerkulisse die fast einem WM-Lauf würdig war. Der M3 hatte gerade in diesen Ecken mit der Traktion auf dem schlammigen Untergrund der Wirtschaftwege zu kämpfen und so war eine 13te Gesamtfahrzeit das Resultat. 3,3 Sekunden waren Stefan Schulze und Jochen Rheinwalt im Subaru Impreza mit dem SÜW-Kennzeichen schneller und eroberten die Klassenführung.

Auf der zweiten Prüfung „Heldenstein", eine über 6,7 Kilometer Berg- und Talbahn á la Rallye Monte Carlo, attackierten Andreas Baier und Matthias Weber und wandelten den Rückstand in eine Führung von einer Sekunde um.

Gleich im Anschluss standen die Teilnehmer am Start der nächsten WP im Pfälzer Wald. Auf dem 3,1 km langen Sprint durchflog die BMW-Besatzung die Lichtschranke 1,1 Sekunden früher und ließen den Vorsprung weiter anwachsen. Mit der fünftbesten Gesamtzeit war auch die Spitzengruppe im Visier.

Im zweiten Durchgang war der Rundkurs zwar weiter abgetrocknet, aber trotzdem konnte die Allrad-Konkurrenz den Vorteil nutzen und die Klassenführung um 0,3 Sekunden an sich reißen. Darum setzten Andreas Baier und Matthias Weber auf der fünften Wertungsprüfung alles auf eine Karte und fuhren die viertbeste Zeit – ganze 4,4 Sekunden schneller als Schulze/Rheinwalt.

Mit voller Konzentration ging es an den Start der letzten Prüfung. Jeder kleine Fehler würde nicht nur den Verlust der Klassenführung bedeuten, sondern auch das Fahrzeug auf den mit Leitplanken gesäumten Straßen nachhaltig beschädigen. Die sechstbeste Zeit erlaubte es, den Vorsprung in der Klasse um weitere 1,1 Sekunden auszubauen.

Die Addition der Zeiten ergab folgendes Bild: Klassensieg mit einem hart erarbeiteten Vorsprung von 5,2 Sekunden und ein fünfter Gesamtrang. Den Gesamtsieg sicherten sich wie im Vorjahr Rainer Noller und Stefan Kopczyk im Mitsubishi Lancer Evo 9.