Teaser: Baier/Weber beim Highspeed-Festival erfolgreich

Baier/Weber beim Highspeed-Festival erfolgreich

Ende August war es soweit. Andreas Baier und Matthias Weber starteten im BMW M3 E36 bei der internationalen Niederbayern-Rallye, die neben einem Lauf zur Deutschen Rallye Serie (DRS) zusätzlich zur Wertung der Austrian Rallye Challenge (ARC) zählt und auch Teilnehmer aus Ungarn und Tschechien anlockte. Zustande kam die Teilnahme durch eine Einladung von Manfred Seidl und Andrea Loher zu ihrer Heimveranstaltung bei der Oberland-Rallye vor zwei Jahren. Da bei 131 Wertungsprüfungskilometern auch Zeiten für Reparatur- und Wartungsarbeiten eingeplant sind, konnte man sich im Servicepark Platz und Mechaniker Sepp teilen. Nach der Besichtigung der Wertungsprüfungen am Freitag stand abends noch ein doppelt gefahrener Rundkurs auf dem Plan. Nach nur wenigen gestarteten Teilnehmern wurde die Etappe neutralisiert, da ein Fahrzeug von der Strecke abkam und sich leider flüchtende Zuschauer verletzten. So startete die Rallye am Samstagmorgen. Durch den anhaltenden Regen setzten alle Teilnehmer auf Regenreifen. Zum ersten Mal mit diesen Reifen unterwegs, fuhr Andreas Baier mit Bedacht auf einen soliden 13ten Gesamtrang. Überrascht von den guten Gripverhältnissen erhöhte das Rallyeteam auf der darauffolgenden vierten Wertungsprüfung das Tempo, was bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 124 km/h mit Platz acht im Gesamt belohnt wurde. In WP 5 lief es mit Gesamtrang fünf sogar noch besser.

Im anschließenden halbstündigen Service wechselte man aufgrund der abtrocknenden Strecke auf Trockenreifen. Danach standen dieselben Prüfungen wie am Morgen auf dem Plan. Zuerst der Rundkurs „Steinach", wo Andreas Baier und Matthias Weber alles gaben und neben der fünftbesten Zeit auch die Klassenbestzeit erzielten. Bei den darauffolgenden Sprintprüfungen nahm Andreas Baier das Tempo bewusst heraus, denn auf den zahlreichen Waldpassagen war es noch sehr feucht und dementsprechend rutschig. Dies zeigten einige Ausfälle. Mit Gesamtrang elf und 17 betrieb man Schadensbegrenzung und ging mit Gesamtrang sieben in den Nachmittagsservice. Startpunkt von WP 9 war mitten in der beschaulichen Gemeinde "Rannetsreit", wo es nach einem Abstecher über den Dorfplatz hinaus über schmale Landsträßchen ging und mit Gesamtrang neun endete. Mit 24 Kilometern stand daraufhin die Königsprüfung auf dem Programm. Nach über 13 Minuten Fahrzeit und etlichen Ortsdurchfahrten erreichten Andreas Baier und Matthias Weber das Ziel auf dem zwölften Rang. Nach dem Abschlussservice verbesserte sich das Rallyeteam auf der Rannesreit-WP um über 6 Sekunden. Auf der abschließenden Königsprüfung über nochmals 24 km nutzte Andreas Baier seine Nordschleifen-Erfahrung und ließ den BMW über blinde Kuppen und Ortsdurchfahrten fliegen, sodass er auf einen eine Minute zuvor gestarteten Mitbewerber auflief und diesen sogar überholte. Mit einer Verbesserung um 27 Sekunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113 km/h bedeutete dies Klassenzweiter und Gesamtsiebter.

Die Addition der Zeiten sorgten für Jubel bei Andreas Baier und Matthias Weber. In der Klasse CTC28 musste man sich nur dem Team Moufang/Walch im E30-M3 mit DTM-Technik geschlagen geben. Im Gesamtklassement konnte man sich den grandiosen siebten Rang sichern, was angesichts der internationalen Konkurrenz nicht einfach war. Vor allem die Sorglosigkeit des Einsatzfahrzeugs überzeugte auf voller Länge. Die einzigste Wartungsarbeit war ein viertel Liter Öl für den Motor. Ein Dank gilt vor allem Manfred Seidl und Andrea Loher für die fantastische Unterstützung. Die Unterkunft für das nächste Jahr ist schon gebucht. Sie erreichten das Ziel nach einem kleinen Ausrutscher und einem verbogenen Querlenker an ihrem Subaru Impreza auf Klassenplatz 4 und einem tollen elften Gesamtrang.